Bauer Stefan

Wissenswertes übers Ei

Mindesthaltbarkeitsdatum

Das Mindesthaltbarkeitsdatum besagt, bis wann die Eier mindestens haltbar sind. Es errechnet sich vom Tag des Legens plus 28 Tage. Danach sollten die Eier nur noch zum Kochen (mindestens 70° Celsius) oder Backen verwendet werden und können mit vollem Genuss verzehrt werden.

Zeitpunkt Eierverwendung

Eier entwickeln erst nach 3-4 Tagen ihr volles Aroma und haben dann die beste Verwertbarkeit. Sie eignen sich dann sehr gut für die Zubereitung von pochierten und verlorenen Eiern und zum Schlagen von Eischnee. Zum Kochen sind sie jetzt fast noch zu jung, denn die Eier lassen sich nur schwer pellen. Die Schalenmembrane sorgt dafür, dass das Eiweiß eng an der Schale haftet. Bei frischen Eiern konnte noch keine Luft zwischen Schale und Schalenmembrane gelangen und deshalb löst sich die Schale schlecht. Für gekochte Eier sollten daher eher ältere Eier verwendet werden. Für rohe Speisen (Tiramisu) und Getränke sollten allerdings „legefrische“ Eier verwendet werden.

Aufbewahrung

In den ersten 18-20 Tagen können Eier auch ungekühlt gelagert werden, denn die Eier haben einen natürlichen Schutz. Es ist sogar verboten, im Handel Eier unter 5°C zu kühlen. Während dieser Zeit verfügt das Ei über natürliche Abwehrstoffe gegen Krankheitserreger und Keime. Falls Sie Eier länger als 20 Tage nach Legedatum behalten wollen, sollten Sie diese so kühl wie möglich lagern. Kühl gelagerte Eier sind im Kühlschrank 2 bis 4 Wochen über das Mindesthaltbarkeitsdatum haltbar. Es sollte stets darauf geachtet werden, dass die Eier nicht Fremdgerüchen ausgesetzt werden (gerade im Kühlschrank ist dies schnell der Fall), da durch die Poren der Schale relativ leicht Fremdgerüche/-geschmack in das Innere des Eies gelangen. Auch Temperaturschwankungen greifen den natürlichen Schutz an.

Übrigens können sie Eigelb- und Eiweißreste auch problemlos einfrieren oder in einem kleinen Glas aufbewahren. Damit es nicht austrocknet, gießt man etwas Sonnenblumenöl oder kaltes Wasser darüber und stellt es in den Kühlschrank.

Weiße oder braune Eier?

Die Eischalenfarbe hängt mit der Rasse des Huhnes zusammen und nicht mit den Haltungsformen oder der Fütterung. Die Eier unterscheiden sich bei den Inhaltsstoffen oder den Größen nicht. Die Farbe der Eier hängt von der Ohrscheibe (kleine Hautpartie am Kopf, “Ohrläppchen“) der Henne ab, und nicht von der Farbe des Gefieders. Eine Henne mit weißen Ohrscheiben legt weiße Eier, eine Henne mit roten Ohrscheiben hingegen braune Eier.

Größe der Eier?

Klasse XL: über 73 Gramm
Klasse L: 63 - 73 Gramm
Klasse M: 53 - 63 Gramm
Klasse S: unter 53 Gramm

Junghennen fangen erst an kleine Eier zu legen, die sogenannten „Kükeneier“, die dann im Laufe der Zeit größer und schwerer werden. Dabei kann es auch durchaus dazu kommen, dass die jungen Hennen große Eier mit zwei Eidottern legen, da sich in diesem Fall zwei Eier im Eierstock gebildet haben, um die nur eine Schale entstanden ist.